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GuideWCAGCompliance

WCAG 2.2 – ohne Fachchinesisch

Eine verständliche Tour durch die Regeln, die entscheiden, ob Ihre Website rechtlich barrierefrei ist — und die Handvoll, die fast jedem zum Verhängnis wird.

VK
VincentHead of Development, HelpBob
11. Juni 2026
8 Min. Lesezeit

Alle paar Monate rollt eine neue Welle von Abmahnungen zur Barrierefreiheit durchs Land, und jedes Mal landet dieselbe Frage in unserem Postfach: „Welche Regeln muss ich eigentlich einhalten?“ Die ehrliche Antwort: Fast alle verweisen auf ein einziges Dokument — die Web Content Accessibility Guidelines, kurz WCAG. Hier ist der Inhalt, ohne Spezifikations-Kauderwelsch.

Was WCAG eigentlich ist

WCAG ist eine Sammlung testbarer Erfolgskriterien, gruppiert unter vier Prinzipien: Inhalte sollen wahrnehmbar, bedienbar, verständlich und robust sein. Gerichte und Aufsichtsbehörden weltweit haben sich auf WCAG 2.2 Level AA als praktische Messlatte geeinigt. Wer AA erreicht, hat die überwiegende Mehrheit der realen Barrieren beseitigt.

Die fünf Stolperfallen, die fast alle betreffen

In zehntausenden HelpBob-Scans sind es immer dieselbe Handvoll Probleme, die für die meisten Verstöße verantwortlich ist. Wenn Sie sonst nichts beheben, beheben Sie diese:

  • Farbkontrast (1.4.3). Text braucht ein Kontrastverhältnis von 4,5:1 zum Hintergrund. Hellgrau auf Weiß ist der mit Abstand häufigste Fehler im Web.
  • Fehlender Alt-Text (1.1.1). Jedes bedeutungstragende Bild braucht eine Textalternative; dekorative Bilder brauchen eine leere.
  • Tastaturfallen & Fokus (2.1.1, 2.4.7). Alles Klickbare muss per Tastatur bedienbar sein, und der Fokusring muss sichtbar sein.
  • Formularbeschriftungen (3.3.2). Eingabefelder brauchen programmatische Labels — ein Platzhalter ist kein Label.
  • Link- & Button-Namen (4.1.2). „Weiterlesen“ und nackte Icons lassen Screenreader-Nutzer im Unklaren.
Overlay-Widgets versprechen sofortige Konformität, beheben aber nur das Symptom im Browser, nicht die Ursache in Ihrem Code. Kommt die Abmahnung, gibt es keinen Nachweis.

Die Zahlen, auf die es ankommt

Das Risiko ist nicht theoretisch. Die Zahl der Klagen und Abmahnungen wegen digitaler Barrierefreiheit steigt Jahr für Jahr, und die überwiegende Mehrheit beruft sich auf WCAG-Verstöße, die automatisiert erkennbar — und behebbar — sind.

96%
der Startseiten haben mindestens einen erkennbaren WCAG-Verstoß
+14%
Anstieg bei Abmahnungen zur Barrierefreiheit gegenüber dem Vorjahr
<2m
bis zum vollständigen Audit mit dem Gratis-Scan von HelpBob

Was sich in 2.2 geändert hat

Version 2.2 hat neun neue Kriterien hinzugefügt, die vor allem Menschen mit motorischen und kognitiven Einschränkungen zugutekommen — größere Klickflächen, sichtbarer und nicht verdeckter Fokus, und dass Nutzer sich Informationen nicht über mehrere Schritte hinweg merken müssen. Nichts davon ist exotisch; gutes Design macht das ohnehin schon.

Die AbkürzungSie müssen sich nicht 87 Erfolgskriterien merken. Verbinden Sie Ihre Website mit HelpBob, und der Scan zeigt Ihnen genau, welche Sie verfehlen — sortiert danach, wie oft sie Nutzer tatsächlich behindern.

Wo Sie anfangen sollten

Starten Sie einen Scan, beheben Sie die Top 5, und aktivieren Sie kontinuierliches Monitoring, damit sich keine Rückschritte einschleichen. Barrierefreiheit ist kein einmaliges Projekt, sondern eine Eigenschaft einer Website, die sich ständig weiterentwickelt. Die gute Nachricht: An der Quelle behoben, bleibt sie behoben.

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